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Die Gaststätte wurde erstmals in den Urkunden 1618 mit Braustatt, Wirtshaus, Branntweinbrennerei und Ökonomie unter dem Besitz Jakob Gulden genannt. 1634 schossen die Schweden in die Stadtmauer hinter dem Brauhaus eine Bresche und drangen in die Stadt ein. Es brannten die ganzen Gebäulichkeiten bis auf den Eckturm (heute die Burg der „Damischen Ritter„ im Spechthof) der Stadtmauer nieder. Der damalige Nachbar des Jakob Gulden, Georg Knoller, kaufte die Brandstätte für seinen Sohn Andreas und baute wieder auf. Es hieß dann „Zum Knollerbräu“.
Im Jahre 1704 vernichteten englische Söldnertruppen die Stadt samt dem „Knolleranwesen“, das damals 621 Jahre alt war. Schon 1705 wurde durch Andreas Knoller wieder alles aufgebaut. Vom Jahre 1718 an wechselten mehrmals die Besitzer auf dem „Knollerbräu“.
Ignaz Weinmiller, dem damals die
Brauerei „Zum Hofman“ gehörte, kaufte 1898 die „Knollerbrauerei“ und ließ
das Sudhaus stilllegen. Damals übernahm als Pächter Georg Specht mit seiner Frau
Maria geb. Teufelhardt, die Gast- und Landwirtschaft.
Im Jahre 1927 verkauft die Witwe Margarete Weinmiller Ihren ganzen Besitz und damit auch den „Knoller“ an den Löwenbräu in München. Von dieser erwarb die Familie Specht ihren bisherigen Pachtbetrieb.
Seit 1927 ist nun der Gasthof Eigentum der Familie Specht. Der Sohn Raimund Specht, bekannt als „Aichacher Original“ übernahm 1938 mit seiner Frau Regina, geb. Häufl (erste Köchin in einem angesehenen Hotel), aus Edenried den Besitz, aus deren Ehe zwei Töchter und ein Sohn hervorgingen. Anfang 1971 ließ die Familie das 266 Jahre alte Gasthaus abtragen. Es wurde im selben Jahr in historisch ähnlichem Stil wieder aufgebaut. Die Gastwirtswitwe Regina Specht übergab 1971 an ihren Sohn Raimund den Betrieb. In dritter Generation führt Raimund Specht, gelernter Metzger und Gastronom mit seiner Frau Magdalena, geb. Steinherr, Gast- und Landwirtstochter aus Esting das Haus „Specht“ einer alten Tradition gemäß auf historischem Boden der Altstadt Aichach, erfolgreich weiter.
Genau 100 Jahre später nachdem der Großvater Georg Specht als Pächter des
Anwesens einstieg, wird 1998 das erworbene Nachbarhaus, das „Schäfer-Anwesen“,
Stadtplatz 45, abgerissen, dem alten Stadtkern und dem nahen Torturm
entsprechend wieder aufgebaut und 1999 vollendet. In dessen Obergeschossen
wurden weiter Fremdenzimmer eingerichtet, so dass die Kapazität auf nun 37
komfortable Zimmer erweitert werden konnte. 2007 wurden die letzten
Renovierungsarbeiten der älteren Zimmer abgeschlossen.
Das
Familienunternehmen wird nun bereits von der vierten Generation der
„Specht´s weitergeführt.Die Gäste sind zufrieden, die Stadt rühmt sich der
gemütlichen und gut gehaltenen Gastlichkeit.